The Red Bed Series

Im Zimmer steht ein rotes Bett,
zu groß für eine Nacht allein.
Sein Samt wirkt warm, beinah kokett,
doch niemand schläft in ihm mit ein.

Die Kissen tragen Falten nur
vom Drehen zwischen Traum und Wachen.
Die Decke kennt die leise Spur
von Händen, die ins Leere fassen.

Das Rot – so tief wie Abendglut –
erzählt von Sehnsucht, still und schwer.
Von Briefen ohne Absender,
vom Herz, das klopft – doch niemand hört.

Am Fenster hängt der Mond im Glas,
als wollte er Gesellschaft spielen.
Er malt ein fahles Silbermaß
auf Laken voller Wunschgefühle.

Das Bett erinnert sich genau
an Lachen, das einmal hier lag,
an flüchtige Berührungsschau,
an Atemzüge, warm und nah.

Nun wartet es, mit offnem Raum,
auf Schritte durch die Dunkelheit,
auf Blicke, die wie heller Traum
die Einsamkeit in Nähe kleiden.

Ein rotes Bett. Ein leiser Schrei
nach Romantik, zart und echt.
Nach Aufmerksamkeit – dabei
nur Herz an Herz, ganz ungeschmückt.